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Alles eine Frage des Mindset – Growth vs. fixed mindset

Es gibt zwei Grundhaltungen, mit denen wir das Leben meistern können: Wachstum und Fixierung. Eine wachstumsorientierte Denkweise ist entscheidend für den Erfolg. In diesem Podcast erfährst du, wie Du die richtige Denkweise entwickeln kannst.

Veränderungen gehören zum Alltag in Unternehmen. Du als Führungskraft bist stets gefordert, deine Mitarbeiter für ein neues Projekt oder ein neues Ziel zu begeistern. Gleichzeitig musst du unangenehme Entwicklungen, wie z. B. einen Stellenabbau oder sogar Standortschließungen, verkaufen und positive Aspekte für diese Vorhaben immer wieder herausstellen.

Jetzt hast du sicherlich Menschen in deinem Team, die keine Angst vor einer Veränderung haben, das Positive sehen und das Neue mit viel Energie angehen. Die Personen sehen in solchen Projekten Chancen und erkennen auch, dass sie sich an neue Gegebenheiten anpassen können.

Andererseits gibt es auch Mitglieder in deinem Team, die sich scheuen und Veränderungen eher skeptisch gegenüber stehen, da sie eben nicht über die Fähigkeiten oder die Intelligenz verfügen, um eine neue Aufgabe zu bewältigen.

Fixed vs. growth mindset von Carol Dweck

Es gibt also verschiedene Ansätze Veränderungen anzugehen. Das Konzept der Wachstums-orientierten und der fixen Denkweise wurde von der Psychologin Carol Dweck in ihrem 2006 erschienenen Buch „Mindset: Die neue Psychologie des Erfolgs.

Carol Dweck untersuchte die Selbstkonzepte (oder Mindsets), die Menschen verwenden, um ihr Selbst zu strukturieren und ihr Verhalten zu steuern. Ihre Forschung befasst sich mit den Ursprüngen dieser Denkweisen, ihrer Rolle bei Motivation und Selbstregulierung und ihren Auswirkungen auf Leistung und zwischenmenschliche Prozesse.

Alle reden drüber – Was bedeutet eigentlich Mindset?

Erstmal einen Schritt zurück: Was ist eigentlich Mindset?

Unter einem Mindset versteht man die Haltung, Einstellung, Denkweise oder Mentalität eines Menschen und es ist das Resultat seiner bisherigen Erlebnisse und Erfahrungen.

Und dieses Mindset bestimmt zum großen Teil, wie wir Herausforderungen angehen. Eben in einer wachstumsorientieren oder fixen Weise.

Die wachstumsorientierte Grundhaltung ist die Überzeugung, dass unsere Intelligenz oder unsere Persönlichkeit entwickelt werden kann und nicht etwas Gesetztes bzw. Unveränderbares ist. Die Einstellung zu dir selbst kann alles bestimmen. Wenn Du glaubst, dass deine Qualitäten unveränderlich sind – die fixe Denkweise -, wirst du dir immer wieder beweisen wollen, dass du mit deiner fixen Denkweise richtig liegst, anstatt aus Ihren Fehlern zu lernen. So wie es Menschen mit der wachstumsorientierten Denkweise machen.

Wenn unser Mindset entwicklungsfähig ist, dann liegt die nächste Frage auf der Hand. Wie entstehen eigentlich Denkmuster?

Wie entstehen Denkmuster?

Ein Denkmuster ist das Ergebnis unserer bisherigen Erfahrungen. Wir speichern diese ab, sodass wir nicht immer wieder alles neu lernen müssen und in der Lage sind, schnell Entscheidungen zu treffen. Außerdem trägt es dazu bei, dass wir zukünftige Situationen besser einschätzen können.

Es ist wie eine selbsterfüllende Prophezeihung. Je öfter ich einen Gedanken habe, umso einfacher kann ich mich daran erinnern.

Wie sehen dann das Growth und fixed Mindset konkret aus?

Die allgemeine Definition habe ich dir eben erläutert. Die Frage ist jetzt, woran ich das Mindset konkret erkenne. Damit ich es im Führungsalltag thematisieren und auch verändern kann.

Definition growth mindset

Menschen mit einem Growth Mindset sind der Überzeugung, dass sie sich in jedem Bereich weiterentwickeln und verbessern können, wenn sie nur genügend Einsatz bringen, trainieren oder lernen. Es ist ein dynamisches Selbstbild, das Wachstum wichtig findet. Dieses Mindset sorgt nicht nur für weniger Stress im Job, sondern verspricht auch mehr Erfolg.

Diese Menschen:

  • sehen Fehler als Chance, sich weiterzuentwickeln.
  • sind wissbegierig, um mehr über Dinge zu erfahren, die sie noch nicht kennen.
  • sind überzeugt, dass sie ihre Fähigkeiten weiter ausbauen können.

Menschen mit einem Growth Mindset

  • nehmen Herausforderungen gerne an,
  • geben auch bei Hürden und Schwierigkeiten nicht schnell auf,
  • sehen Anstrengungen als lohnenswert an, um sich weiterzuentwickeln,
  • sind im Umgang mit Fehlern entspannt (daran kann man nur wachsen!) und
  • lernen von den Erfolgen anderer und fühlen sich davon inspiriert.

Definition fixed mindset

Menschen mit einem Fixed Mindset sind der Überzeugung, dass Intelligenz angeboren ist und dass sich das nicht ändern lässt. Übersetzt man den Begriff ins Deutsche, kann man ihn auch mit statischem oder starrem Mindset übersetzen.

Diese Menschen:

  • glauben, dass es vom Talent abhängt, ob man etwas kann oder nicht.
  • lernen, um positive Rückmeldung zu erhalten (zum Beispiel ein Lob).
  • sehen Fehler als Bedrohung und persönliche Schmach.

Menschen mit einem Fixed Mindset

  • nehmen Herausforderungen nicht gerne an,
  • geben bei Hürden und Schwierigkeiten schnell auf,
  • sehen Anstrengungen als fruchtlos, um sich weiterzuentwickeln,
  • sind im Umfang mit Fehlern unentspannt und
  • fühlen sich von den Erfolgen anderer bedroht.

Was kannst Du als Führungskraft tun?

Wenn Du und dein Mitarbeiter die positive Einstellung aufbauen und stärken wollen, dann gibt es dafür passende Instrumente. Allen voran natürlich ein regelmäßiges Mitarbeitergespräch, indem ihr einen Entwicklungsplan aufstellt.

Jetzt wäre natürlich keinem geholfen, wenn Du auf deine Mitarbeiter zuläufst und ihm oder ihr vorgibst, dass sie mal an ihrem Mindset arbeiten sollten. Wie heißt es so schön: Kein Coaching ohne Auftrag.

Aber vielleicht laufen gerade Veränderungsprojekte in deinem Team. Die kannst du zum Anlass nehmen, die Denkmuster mit deinem Mitarbeiter zu reflektieren und zu klären, woher sie rühren.

Dann besteht eine Chance das Denkmuster tiefer zu besprechen. Aber eine Bitte: Das ist nichts für ein schnelles Gespräch. Nehmt euch Zeit und sieh diese Entwicklung eher als Marathon als einen Sprint.

Also was kann helfen für ein Growth mindset?

  1. Finde den eigenen Antrieb. Ich muss mich mit meiner Arbeit identifizieren, um langfristige Ziele zu erreichen und erfolgreich zu sein. Aus diesem Grund muss ich wissen, warum ich etwas tue. Die innerste Überzeugung ist der Schlüssel zum persönlichen Erfolg, der zu Höchstleistungen antreibt. Das eigene Warum ist der größte Motivator, um auch beruflich voranzukommen.
    Für dich als Führungskraft sollte dabei wichtig sein, dass dein Antrieb nicht zwangsläufig auch der Antrieb deiner Mitarbeiter ist. Hüte dich also vor vorschnellen Urteilen.
  2. Du bist wichtig: Im Coaching gibt es keine Fernbedienung, mit der man den anderen ändern oder unangenehme Dinge abstellen kann. Verschwende keine negativen Gedanken an andere Menschen oder Kollegen. Das bringt Dich nicht weiter und hemmt Deine Entwicklung. Was um Dich herum passiert, kannst Du nicht ändern. Konzentriere Dich daher nur auf das, was Du verändern kannst und arbeite an Dir selbst, um besser zu werden.
  3. Packe die Herausforderung an: Ein neuer Verantwortungsbereich, ein Vortrag vor großem Publikum, ein herausforderndes Projekt: Spring ins kalte Wasser, auch wenn Du dabei anfangs ein mulmiges Gefühl hast. Trau Dich, mal etwas auszuprobieren, was für Dich bis gestern noch unvorstellbar war. Nur so kannst Du über Deine Dir bisher gesetzten Grenzen hinauswachsen und positive neue Erfahrungen sammeln.
    Du als Führungskraft bist hier gefordert, den Rahmen der Möglichkeiten gut abzustecken und sowohl Unterstützung als auch die Sicherheit zu vermitteln, damit dein Mitarbeiter die Komfortzone verlässt. Denn das ist wichtig für den nächsten Tipp
  4. Lerne aus Fehlern oder Rückschläge: Wer nichts tut, kann auch nichts falsch machen. Erinnere dich aber an die Erklärung von Denkmuster. Wenn du nur lange genug etwas denkst, passiert es auch. Erfolg kann nur entstehen, wenn wir anders denken und keine Angst vor Fehlern haben. Solange Du aus gescheiterten Projekten lernst und die richtigen Schlüsse ziehst, ist das nicht tragisch.
  5. Halte einen langen Atem: Setze keine zu hohen Erwartungen in Dich selbst, sondern bleib geduldig. Positives Denken erfordert Disziplin und hartes Training, um die negativen Glaubenssätze in Deinem Kopf zu brechen.

    Für dich als Führungskraft heißt das nicht nur Feedback geben, sondern auch immer wieder ermutigen, nicht aufzugeben. Sprecht über die erreichten Meilensteine und Fehler und zeige bei Bedarf immer wieder auf, was dein Mitarbeiter bereits erreicht hat. Das hilft auch dir persönlich, dran zu bleiben.

Mindset – Fassen wir nochmal zusammen:

Menschen, die mit einem Fixed Mindset durchs Leben gehen, sehen ihre Fähigkeiten als etwas Gegebenes an, das sich nicht verändern lässt. Menschen mit einem Growth Mindset hingegen betrachten Herausforderungen und Probleme als Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln und etwas Neues zu lernen.

Als Führungskraft kannst du dazu beitragen, dass deine Mitarbeiter ihr Mindset entwickeln. Das hilft auch dir dabei, Veränderungsvorhaben effektiver im Team zu etablieren und umzusetzen. Für dich ist wichtig, eine regelmäßige und intensive Feedbackkultur zu etablieren, die Mut macht und dafür sorgt, dass Dein Mitarbeiter aus Fehlern lernt.

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Growth vs fixed mindset Michael Zocholl
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