Wie viel darf ein Führungskräftetraining kosten?
In Kürze
Ein Feedbackgespräch lässt sich in 15 Minuten vorbereiten, wenn Führungskräfte Verhalten, Wirkung, Ziel und nächste Schritte klären. Entscheidend ist nicht ein perfektes Skript, sondern eine klare Gesprächsabsicht.
Die 15-Minuten-Vorbereitung
Viele Führungskräfte verschieben Feedback, weil sie meinen, ein gutes Gespräch müsse lange vorbereitet werden. In der Praxis reicht häufig ein fokussierter Ablauf. Die Vorbereitung sollte verhindern, dass das Gespräch vage, emotional oder ausweichend wird.
Minute 1 bis 3: Anlass klären
Notiere in einem Satz, warum das Gespräch stattfindet. Geht es um Anerkennung, Korrektur, Entwicklung oder Klärung? Ein Beispiel: „Ich möchte ansprechen, dass Projektinformationen zuletzt zu spät weitergegeben wurden.“
Minute 4 bis 6: Beobachtungen sammeln
Schreibe nur auf, was tatsächlich beobachtbar ist. Nicht: „Du bist unzuverlässig.“ Besser: „Die Statusmeldung kam in den letzten zwei Wochen jeweils erst nach Nachfrage.“ Je konkreter die Beobachtung, desto geringer die Wahrscheinlichkeit für Abwehr.
Minute 7 bis 9: Wirkung beschreiben
Feedback wird nachvollziehbarer, wenn die Auswirkung deutlich wird. Beispiel: „Dadurch konnte das Team Abhängigkeiten nicht rechtzeitig planen.“ Die Wirkung sollte sachlich bleiben und nicht dramatisiert werden.
Minute 10 bis 12: Ziel formulieren
Was soll nach dem Gespräch anders sein? Ein gutes Ziel lautet nicht „Die Person soll sich ändern“, sondern: „Wir vereinbaren, wie Projektstatus künftig bis Dienstag 12 Uhr gemeldet wird.“
Minute 13 bis 15: Einstieg und Frage vorbereiten
Ein klarer Einstieg nimmt Druck aus dem Gespräch: „Ich möchte eine Beobachtung aus den letzten beiden Projektwochen mit dir besprechen und gemeinsam klären, wie wir es künftig besser machen.“ Danach folgt eine offene Frage: „Wie hast du die Situation wahrgenommen?“
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Mehr erfahrenTypische Fehler
Meine Erfahrungen aus den Führungskräftetrainings ist, dass das Gespräch mit zu vielen Themen überladen wird. Ein Feedbackgespräch sollte ein zentrales Thema haben. Ebenfalls schwierig ist ein Einstieg wie „Wir müssen mal reden“. Das erzeugt Unsicherheit beim Mitarbieter und wirkt schwerer als nötig. Da sind Rechtfertigungen vorprogrammiert.
Mini-Vorlage
Die Vorbereitung auf Feedback ist das A und O. Sie kommt allerdings häufig viel zu kurz. Aus meiner Erfahrung heraus, sind Führungskräfte so spontan gefordert, dass für die Vorbreitung ausbleiben muss. Die Hektik verstärkt jedoch die Gefahr, dass sich Kritik aufstaut und irgendwann eskaliert. Daher nutzen Sie diese Vorlage, um es besser zu machen.
Anlass benennen: Worum geht es?

Feedbackgespräch vorbereiten: Vorlage zur Feedback-Vorbereitung
Beobachtung schildern: Was habe ich konkret gesehen oder gehört?
Wirkung darstellen: Welche Folge hatte es?
Wunsch äußern: Was soll künftig anders sein?
Frage beantworten: Wie beziehe ich die andere Person ein?
Vereinbarung treffen: Was halten wir fest?






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