Der österreichische Psychologe Fiedler entwickelte diese Theorie in den 1960er Jahren. Er untersuchte die Persönlichkeit und Eigenschaften von Führungskräften und kam zu dem Schluss, dass sich der Führungsstil einer Person nur sehr schwer, wenn nicht sogar überhaupt nicht ändern lässt, da er durch die Lebenserfahrungen eines Menschen geprägt wird.
In seinem Buch “A Theory of Leadership Effectiveness” (1967) schrieb Fiedler, die Effektivität einer – Arbeitsgruppe werde durch das Zusammenwirken von Persönlichkeitsmerkmalen des Führers und der “Günstigkeit der Situation” bedingt.
Die “situationale Günstigkeit” reicht von “äußerst günstig” (der Führer wird von der Gruppe geschätzt, besitzt eine Machtposition und einen klar umrissenen Aufgabenbereich) bis zu “weniger günstig” (der Führer ist unbeliebt, hat wenig Macht und sieht sich einer unstrukturierten Aufgabe gegenüber).
Deshalb war Fiedler der Meinung, dass für die jeweils vorliegende Aufgabe die richtige Führungskraft auf Basis seiner Fähigkeiten für die jeweilige Situation ausgewählt werden muss.