Was ist die Substitutionstheorie?
Führung ist ein komplexes Thema, das seit Jahrzehnten untersucht wird. Eine der interessantesten Theorien, die in den späten 1970er Jahren aufkam, ist die Substitutionstheorie von Steven Kerr und John M. Jermier. Diese Theorie stellt die provokante Behauptung auf, dass Führung unter bestimmten Umständen ersetzt, neutralisiert oder sogar verbessert werden kann. Doch wie genau funktioniert das und welche Rolle spielen Führungskräfte in diesem Modell?
Die Substitutionstheorie von Kerr und Jermier wurde 1978 entwickelt und besagt, dass es Variablen gibt, die den Einfluss von Führung auf die Leistung von Mitarbeitenden entweder ersetzen oder überflüssig machen können. Diese Variablen, die sogenannten „Substitute“, sind in der Lage, die Notwendigkeit von Führung zu reduzieren. Mit anderen Worten: In bestimmten Situationen kann Führung ersetzt werden, ohne dass die Ergebnisse darunter leiden.